Windeck

1. Januar 1961 - Klaus Windeck, jüngster Schlossermeister im Bezirk Potsdam

Die 3. Generation

1953 kaufen Otto und Hedwig Windeck das in den letzten Kriegstagen völlig ausgebrannte Grundstück Brüderstraße 5. Leider erlebt Hedwig Windeck den Ausbau von Wohnhaus und Werkstatt nicht mehr. Kurze Zeit später am 27. Juli 1955 stirbt auch Otto Windeck – leider viel zu früh. Er hinterlässt seinem Sohn Klaus und seiner zweiten Ehefrau den Betrieb. Erna Windeck (geb. Zeitner) führt den Betrieb fortan mit Genehmigung der Stadtverwaltung und mit aktiver Patenschaft der Innung des Schlosserhandwerks Brandenburg unter Leitung der Schlossermeister Erich Brebeck und Hermann Hanisch bis zur Erlangung des Meisterbriefes von Sohn Klaus. Nach weiteren 5 Jahren, am 15. Dezember 1960, legt Klaus Windeck erfolgreich die Meisterprüfung im Schlosserhandwerk ab. Der erst 19-jährige wird am 1. Januar 1961 neuer Inhaber der SCHLOSSEREI WINDECK. Er formt mit Günther Bree, Karl-Heinz Suck, Horst Müller, Frank Pussegel, Alfred Pieschel, Wolfgang Engel und Klaus Oeter eine neue solide Mannschaft, mit der er ab 1959 Stahl-Alu-Fenster und -Türen produziert. Immer dem Neuen aufgeschlossen wendet sich Klaus Windeck schon früh dem Aluminium-Leichtbau zu. Für den Nachwuchs werden wieder jedes Jahr Schlosserlehrlinge ausgebildet. Neue Arbeitstechniken, wie das E-Schweißen, rationalisieren die Arbeit. Handwerk wird in der DDR nicht gerade gefördert. Aufgrund sozialistischer „Plan(Mangel)wirtschaft“ muss immer wieder improvisiert werden.