Windeck

8. Mai 1945 - Unternehmergeist und Mut zum Neuaufbau

Windeck gibt Arbeit und Hoffnung
Mit Sohn Klaus Windeck, 3 Koffern und dem Willen, das fortzusetzen, was der Vater erfolgreich begonnen hatte, beginnt im Mai 1945 der Wiederaufbau. Mit instandgesetztem Werkzeug, aus Abriss und Trümmern gesammeltem Material, der Universalmaschine Victoria und einer Adler-Schreibmaschine beginnen Hedwig und Otto Windeck auf dem Gelände des zerbombten Pauliklosters zu arbeiten. Männer kommen aus dem Krieg, verwundet und enttäuscht, aber mit Hoffnung auf Arbeit – auf ein Leben danach. Für einige von ihnen wird die Schlosserei im ehemaligen Depot der Feuerwehr Anlaufpunkt für einen Neuanfang. Sie finden Zuflucht zum Überleben in dieser schweren Zeit. Unter Leitung von Otto Windeck und seinem Altgesellen Fritz Kupko fertigen Helmut Volkhammer, Hermann Gutschmidt und andere Schlosser, was jetzt dringend gebraucht wird. So auch Günther Bree. Er arbeitet vor seinem Kriegsdienst schon im Betrieb und wird bis zu seinem Tod im Jahr 2004 eine treue Seele der Firma bleiben. Für Jugendliche beginnt die Schlosserlehre, so auch für den bis 1997 im Unternehmen tätigen Horst Müller. Gitter aus Metall werden gefertigt, Holzfenster und Türen werden mit Bändern, Riegeln und Schlössern versehen. Auch Ofen- und Kesseltüren für die Landwirtschaft werden hergestellt. Es wird meist genietet und mit Karbid und Sauerstoff autogen geschweißt. Erfinderisch und mit Hilfe der Berufskollegen und viel unternehmerischem Willen beginnt der Aufbau. Langsam entwickelt sich wieder normales Leben.